Statements: WerkstoffWoche 2015

Offenes und produktives Diskussionsklima

Mit der Werkstoffwoche hat sich eine hervorragende Gelegenheit für die Branche ergeben, sich über mehrere Tage in relevante Themen der Forschung und Industrie zu vertiefen. Das Format der Veranstaltung hat durch die Kombination aus Messeständen und einer Vielzahl von parallelen Vortragsreihen einen Rahmen gegeben, der ein offenes und somit sehr produktives Diskussionsklima geschaffen hat.

Mir persönlich ist die Förderung des Nachwuchses ein besonderes Anliegen. Sie haben verstanden, zukünftige Wissenschaftler und Entwickler mit einzubeziehen und einen direkten Austausch zwischen Universität, Forschung und Wirtschaft zu ermöglichen.

Ich möchte mich im Namen der Daimler AG an dieser Stelle bei den Organisatoren ganz herzlich bedanken. Mit dieser erfolgreichen Veranstaltung sind die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die Werkstoffwoche in Zukunft als ein Highlight der Branche etablieren wird.

Prof. Dr.-Ing. Rodolfo Schöneburg       

Director Mercedes-Benz Cars Development Safety, Durability, Corrosion Protection

Daimler AG


Die Bedeutung von Werkstoffen im Maschinenbau

Ohne Werkstoffe kein Maschinenbau, ist dieser doch traditionell ein wichtiger Anwender insbesondere metallischer Werkstoffe. So steht er in Deutschland für rund 12 Prozent des gesamten Stahlbedarfs. Auch bei Aluminiumhalbzeugen nimmt der Maschinenbau nach der Automobil- und der Bauindustrie eine prominente Stellung im Verbrauch ein. 

Die im VDMA zusammengeschlossenen Unternehmen des metallurgischen Anlagenbaus liefern technologisch anspruchsvolle Lösungen zur Herstellung und Verarbeitung von metallischen Werkstoffen. Sie schaffen damit die Grundlage für unzählige Anwendungen in Industrie und Alltag. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen der Metallurgie und der Halbzeugproduktion entstehen Materialien für höchste Anforderungen. Denn trotz der zunehmenden Mechatronisierung von Maschinen und Anlagen bilden leistungsfähige metallische Werkstoffe im wahrsten Sinne deren materielle Grundlage. Hochfeste Stahlqualitäten dort, wo große Belastungen wirken oder Leichtmetalle, wo bewegte Massen reduziert werden müssen. In jedem Fall bestimmt der richtige Materialmix im Maschinenbau die Leistungsfähigkeit der Maschinen und Anlagen. Der metallurgische Anlagenbau leistet im Verbund mit den Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien für andere Werkstoffe, wie Kunststoffe und textile Materialien, aber auch seinen Beitrag zur Entwicklung innovativer Hybridwerkstoffe. Auch mit diesem perspektivisch wichtigen Materialtrend befassen sich der VDMA und seine Mitglieder im Rahmen seiner Initiative zum hybriden Leichtbau.

Denn am Ende gilt in Umkehrung des Eingangssatzes immer auch: Ohne Maschinenbau keine Werkstoffe.

Dipl.-Ing. ETH Axel E. Barten

Geschäftsführer

Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG

Ehemaliges Vorstandsmitglied des VDMA