Titan und Titanlegierungen

Obwohl Titan bereits im Jahr 1795 entdeckt wurde, begann die Entwicklung der ersten Titanlegierungen erst in den 1940iger Jahren. Seitdem haben sie sich jedoch insbesondere in der Luft- und Raumfahrttechnik als Konstruktionswerkstoff fest etabliert. Auch die chemische Industrie und die Medizintechnik greifen seit vielen Jahren auf Titanwerkstoffe zurück. Aufgrund der hohen spezifischen Festigkeit und der ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeit werden Leichtbaukonzepte auch in anderen Industriebranchen immer häufiger mit Titanlegierungen umgesetzt. 

Ziel des Workshops ist es daher, potenziellen AnwenderInnen einen guten Überblick über den Werkstoff Titan und gängige Titanlegierungen zu geben. In verschiedenen Vorträgen wird insbesondere auf

  • die metallkundlichen Grundlagen (Gitteraufbau, Legierungselemente, Unterschiede zu Stählen etc.),   
  • die Herstellung, Umformung, Wärmebehandlung und Bearbeitung,  
  • die mechanischen Eigenschaften,
  • die Metallographie (Probenpräparation, Gefügeanalysen etc.) sowie
  • Hinweise zum Konstruieren mit Titan und Anwendungsbeispiele

von Titan und Titanlegierungen eingegangen.

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an Metallkundler, Ingenieure und Techniker aus Forschung, Entwicklung, Herstellung, Anwendung und Vertrieb, die sich mit Titan und Titanlegierungen vertraut machen möchten.

Dozent

 

Carsten Siemers
Technische Universität Braunschweig
Leiter Arbeitsgruppe Titanwerkstoffe